Betriebsanweisungen erstellen, die verstanden und angewendet werden
Eine Betriebsanweisung muss rechtliche Anforderungen und Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung in klare betriebliche Regeln übersetzen. Sie lernen, geeignete Rechtsgrundlagen auszuwählen, Inhalte verständlich zu formulieren und Dokumente fachlich zu prüfen. Praxisfälle und Arbeitshilfen unterstützen die unmittelbare Anwendung im Betrieb.
Warum dieser Kurs?
Unklare Zuständigkeiten, kopierte Standardtexte und eine fehlende Verbindung zur Gefährdungsbeurteilung führen zu Dokumenten, die Beschäftigten im Alltag kaum helfen. Der Kurs zeigt einen wiederholbaren Prozess von der fachlichen Grundlage über Struktur und Freigabe bis zu Unterweisung und Aktualisierung.
Das können Sie nach Abschluss
- die passende Rechtsgrundlage und Art der Betriebsanweisung bestimmen
- Inhalte aus Gefährdungsbeurteilungen und Sicherheitsdatenblättern übertragen
- Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Gefahrfall und Erste Hilfe klar strukturieren
- vorhandene Dokumente systematisch prüfen und typische Fehler vermeiden
- Freigabe, Unterweisung, Aktualisierung und Dokumentation organisieren
Für wen ist der Kurs geeignet?
Geeignet ist der Kurs für Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieure, HSE-Verantwortliche, Sicherheitsbeauftragte, Betriebs- und Anlagenverantwortliche, Meister, Schicht- und Werkstattleitungen, Gefahrstoffverantwortliche, Arbeitgeber, Führungskräfte und beratende Arbeitsschutzbüros.
Was ist im Kurspaket enthalten?
- 15 Lernmodule mit systematischem Arbeitsprozess
- 5 vollständige Praxisfälle aus unterschiedlichen Rechtsbereichen
- Entscheidungsbaum, Prüfliste, Rechtsquellenmatrix und Kursbegleitskript
- Auswertungshilfen, Unterweisungsnachweis, Muster und Checklisten für Freigabe und Aktualisierung
Was diesen Kurs besonders macht
Die unterschiedlichen Logiken von Gefahrstoffen, biologischen Arbeitsstoffen, Arbeitsmitteln, persönlicher Schutzausrüstung und wassergefährdenden Anlagen werden in einem einheitlichen Arbeitsprozess zusammengeführt. Jeder Rechtsbereich wird anhand einer konkreten betrieblichen Situation vertieft.
Teilnahmevoraussetzungen
Eine gesonderte gesetzliche Zulassung ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Für die spätere Anwendung müssen jedoch Kenntnisse der betrieblichen Gefährdungen und der eigenen Zuständigkeit vorhanden sein.
Rechtliche Grundlagen und Regelwerke
Behandelt werden Gefahrstoffverordnung, TRGS 555, Biostoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung, PSA-Benutzungsverordnung und § 44 AwSV. Entscheidend bleiben die aktuelle Rechtslage und die tatsächlichen betrieblichen Verhältnisse.
Alle Kursinhalte
- Grundlagen, Rechtsauswahl, Aufbau und verständliche Gestaltung
- Gefahrstoffe, Sicherheitsdatenblätter und betriebliche Umsetzung
- Biostoffe sowie Arbeitsmittel und Maschinen
- persönliche Schutzausrüstung und wassergefährdende Anlagen
- Praxisarbeit, fachliche Prüfung, Unterweisung, Freigabe und Fortschreibung
Fachliche Abgrenzung
Der Abschluss ersetzt keine gesetzlich erforderliche Bestellung oder Beauftragung und keine Prüfung der betriebsspezifischen Voraussetzungen. Jede Vorlage muss an die tatsächlichen Gefährdungen, Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten und betrieblichen Regeln angepasst werden.
Dozent
Fachliche Verantwortung: Sicherheitsingenieur.NRW.
Abschlussprüfung
Die verpflichtende, automatisch ausgewertete Multiple-Choice-Prüfung umfasst 15 Fragen mit maximal 15 Punkten und ist ab 12 Punkten beziehungsweise 80 Prozent bestanden; nicht bestandene Versuche können wiederholt werden.
Urkunde / Qualifikationsnachweis
Ausschließlich nach bestandenem Quiz wird automatisch eine personalisierte Urkunde mit Abschlussdatum und eindeutiger Zertifikats-ID bereitgestellt.
Rahmendaten
- Zugang: 12 Monate ab Freischaltung
- Format: digitaler Selbstlernkurs mit Praxisfällen und Arbeitshilfen
- Sprache: Deutsch
- Technik: aktueller Browser, Internetverbindung und PDF-Reader