Gerüste während der Nutzungsphase sicher beurteilen und kontrollieren

Gerüste können sich durch Baufortschritt, Nutzung, Umbauten und Witterung verändern und dadurch neue Gefährdungen aufweisen. Sie lernen, Gerüstbauarten, Absturzgefahren, Standsicherheit, sichere Benutzbarkeit und wiederkehrende Kontrollen systematisch zu beurteilen. Damit können Sie die Nutzungsphase fachkundig begleiten und Abweichungen nachvollziehbar dokumentieren.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aufbau: zehn Module mit Fachlektionen, Übungen und Abschlussprüfung
  • Dauer: circa 8 Stunden laut Kursangabe
  • Zugang: 12 Monate
  • Prüfung: 54 Multiple-Choice-Fragen, maximal 54 Punkte, bestanden ab 27 Punkten (rund 50 Prozent)
  • Abschluss: automatische Qualifikationsurkunde nach bestandener Prüfung
  • Sprache: Deutsch

Warum dieser Kurs?

Nach der Montageprüfung endet die Verantwortung für ein Gerüst nicht. Während der Nutzung müssen sichere Zugänge, Beläge, Seitenschutz, Verankerung, Standsicherheit und Veränderungen regelmäßig kontrolliert und Abweichungen an die verantwortlichen Stellen gemeldet werden.

Das können Sie nach Abschluss

  • Verantwortlichkeiten in Montage- und Nutzungsphase voneinander abgrenzen
  • Gerüstbauarten, Standsicherheit und sichere Benutzbarkeit beurteilen
  • Absturzgefahren und notwendige Schutzmaßnahmen erkennen
  • Anforderungen an qualifizierte und befähigte Personen einordnen
  • Kontrollen, Mängel und erforderliche Maßnahmen dokumentieren

Für wen ist der Kurs geeignet?

  • Personen, die Gerüste in der Nutzungsphase kontrollieren
  • Bauleitung, Aufsicht, Gerüstnutzer und Arbeitsschutzverantwortliche
  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit und technische Führungskräfte mit Gerüstbezug

Was ist im Kurspaket enthalten?

  • zehn Module von Einführung und Unfallgeschehen bis Prüfung
  • Lernbereiche zu Gesetzen, Absturzprävention, Gefährdungen und Gerüsten
  • Fachinhalte zu qualifizierten Personen, Prüfung und Dokumentation

Zusätzlich enthalten

  • Übungen zu Verantwortung, Gefährdungsbeurteilung und Gerüstpraxis
  • aktuelle DGUV-Information zur Verwendung von Arbeits-, Schutz- und Montagegerüsten
  • personalisierte Qualifikationsurkunde mit Zertifikats-ID

Was diesen Kurs besonders macht

  • Fokus auf die sichere Nutzungsphase statt auf den Gerüstaufbau
  • Verbindung von Unfallgeschehen, Absturzprävention und wiederkehrender Kontrolle
  • breite Betrachtung von Stand-, Fahr- und Kleingerüsten

Teilnahmevoraussetzungen

Erforderlich sind praktische Erfahrung mit Gerüsten, Kenntnisse der verwendeten Gerüstbauarten und eine aufgabenbezogene Unterweisung beziehungsweise Qualifikation. Die konkrete Eignung und Beauftragung werden durch den Arbeitgeber festgestellt.

Rechtliche Grundlagen und Regelwerke

  • Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung
  • TRBS 2121 Teil 1, TRBS 1201 und TRBS 1203
  • DGUV Vorschrift 38 und DGUV Information 201-011
  • einschlägige DIN-Regelwerke sowie Aufbau- und Verwendungsanleitungen
Maßgeblich bleiben die jeweils aktuelle Fassung, die konkrete betriebliche Aufgabenstellung, Herstellerangaben und die tatsächlichen Einsatzbedingungen.

Alle Kursinhalte

  1. Einführung und Verantwortung im Arbeitsschutz
  2. Unfallgeschehen
  3. Gesetze und Verwendung von Gerüsten
  4. Absturzgefahr und Absturzprävention
  5. Gefährdungen und Gefährdungsbeurteilung
  6. Aufbau, Benutzung und Standsicherheit von Gerüsten
  7. Gerüstbauarten und sichere Benutzbarkeit
  8. qualifizierte und befähigte Personen
  9. sicherheitstechnische Erfordernisse, Prüfung und Dokumentation
  10. Fahr- und Kleingerüste, Verantwortung und Abschlussprüfung

Abschlussprüfung

Die automatische Abschlussprüfung umfasst 54 Multiple-Choice-Fragen mit maximal 54 Punkten. Zum Bestehen sind mindestens 27 Punkte erforderlich; das entspricht rund 50 Prozent. Ein nicht bestandener Versuch kann wiederholt werden, und die Qualifikationsurkunde wird ausschließlich nach bestandenem Quiz ausgelöst.

Urkunde / Qualifikationsnachweis

Nach bestandener Abschlussprüfung wird automatisch eine personalisierte Qualifikationsurkunde mit Zertifikats-ID bereitgestellt. Der Nachweis enthält keinen Hinweis auf das Lernformat.

Fachliche Abgrenzung

Der Kurs qualifiziert für aufgabenbezogene Kontrollen in der Gerüstnutzungsphase. Er ersetzt keine Gerüstbauerqualifikation, Montageprüfung, praktische Gerüsterfahrung, Herstellerkenntnis oder betriebliche Beauftragung.

Rahmendaten

  • Zugang: 12 Monate
  • Dauer: circa 8 Stunden laut Kursangabe
  • Format: digitaler Selbstlernkurs mit Fachmodulen, Übungen und Prüfung
  • Sprache: Deutsch
  • Technik: aktueller Browser, stabile Internetverbindung und PDF-Anzeige
  • Abschluss: Qualifikationsurkunde mit Zertifikats-ID nach bestandener Prüfung

Course plan

Einführung
Unfallgeschehen
Gesetze
Absturzprävention
Gefährdungen
Gerüste
Befähigte Person nach TRBS 1203
Sicherheitstechnische Erfordernisse Prüfung und Dokumentation
Fahrbare- und Kleingerüste
Prüfung