AwSV und WHG – Auffrischung für die betriebliche Praxis

Sie frischen Ihr Wissen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen auf und verbinden AwSV und WHG mit typischen betrieblichen Entscheidungen. Sechs deutschsprachige Videomodule und 48 Fallaufgaben mit automatischer Ergebnisprüfung helfen Ihnen, Rollen, Rückhaltung, Befüllung und Störungsreaktionen nachvollziehbar zu beurteilen. Mit ausfüllbaren Praxisvorlagen und einem dokumentierten Lernerfolg übertragen Sie das Gelernte in die Organisation Ihres Betriebs.

Warum dieser Kurs?

Ein Fachbetriebszertifikat, ein Wartungsbeleg und eine persönliche Fortbildung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Kurs hilft Ihnen, die passenden Nachweise und Zuständigkeiten zu unterscheiden und aus Stoffdaten, Anlagenzustand und Standort begründete nächste Schritte abzuleiten.

Das können Sie nach Abschluss

  • Betreiberpflichten, Fachbetriebspflichten, Fortbildung und anlagenbezogene Unterweisung unterscheiden.
  • Stoffdaten, Anlagenfunktion, Wassergefährdungsklasse und Gefährdungsstufe nachvollziehbar zuordnen.
  • Rückhaltung anhand von nutzbarem Volumen, Beständigkeit, Produktnachweis und Standort beurteilen.
  • Eigenkontrolle, Wartung und Sachverständigenprüfung trennen und passende Aufträge vorbereiten.
  • Überfüllschutz als Wirkungskette verstehen und bei Alarm oder Freisetzung sichere Melde- und Schutzwege auswählen.
  • Anlagenakte, Betriebsanweisung, Fristen und Mängelbearbeitung mit überprüfbaren Abschlussnachweisen verbinden.


Für wen ist der Kurs geeignet?

Für Anlagenverantwortliche, Instandhaltung, Lager- und Betriebsleitung, Fachpersonal sowie Arbeitsschutz- und Umweltverantwortliche mit Aufgaben an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Betriebliche verantwortliche Personen zertifizierter AwSV-Fachbetriebe stimmen die Eignung als individuellen Fortbildungsnachweis vorab mit ihrer zuständigen Zertifizierungsstelle ab.


Was ist im Kurspaket enthalten?

  • Sechs separat nutzbare, deutsch vertonte Modulfilme mit zusammen 1 Stunde 50 Minuten und 2 Sekunden Videolaufzeit.
  • Lernbegleiter sowie sechs Pflichtfälle mit insgesamt 48 Aufgaben und zugeordneten strukturierten Fallentscheidungen.
  • Acht ausfüllbare Praxisvorlagen mit insgesamt 52 Formularfeldern.
  • Interaktive Lernübung mit Fallentscheidungen, Rechenhilfen und Rückmeldungen.
  • Quellenübersicht, zwei freiwillige kommentierte externe Videolinks mit Ersatzlernweg und ein zusätzlicher 30-Tage-Transferplan.
  • Abschlusstest und Teilnahme- und Lernerfolgsnachweis nach dokumentiertem Abschluss.

Was diesen Kurs besonders macht

Sie bearbeiten konkrete Entscheidungssituationen und dokumentieren Ihre Begründung. Der Kurs verbindet Rechtsrahmen, technische Schutzmaßnahmen und betriebliche Organisation; alle 48 Fallentscheidungen werden in Ihrem persönlichen Kurszugang automatisch geprüft. Ein bloßer Klick auf „erledigt“ ersetzt diese Fallprüfung nicht.


Teilnahmevoraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Personen mit betrieblichem Aufgabenbezug und dient der Auffrischung vorhandener Kenntnisse. Sie benötigen einen aktuellen Browser, eine Internetverbindung und eine PDF-Anwendung zum Ausfüllen und Speichern der Praxisvorlagen. Die fiktiven Fallaufgaben können ohne Zugang zu einer realen Anlage bearbeitet werden.


Rechtliche Grundlagen und Regelwerke

Wasserhaushaltsgesetz, insbesondere §§ 62 und 63 WHG; AwSV, insbesondere §§ 15–24, 31, 39–48, 61–64 und 68 sowie die einschlägigen Anlagen 5 und 6. Ergänzend werden die anwendungsbezogenen Bezüge zu GefStoffV, TRGS 510, DIBt-Nachweisen, StawaR und den aktuellen Technischen Regeln wassergefährdender Stoffe behandelt. Maßgeblich bleiben die geltende Fassung, die konkrete Anlage, behördliche Vorgaben sowie Hersteller- und Produktnachweise.


Alle Kursinhalte

  1. Pflichten, Rollen und Schulungsfristen: Betreiber, Fachbetrieb, verantwortliche Person, Fachpersonal und Betriebspersonal; getrennte Nachweise und Fristen.
  2. Stoffe, Anlagen und Gefährdungsstufen: Anlagenabgrenzung, LAU/HBV, Stoffdaten, WGK, Mengen und Standortbedingungen.
  3. Rückhaltung und technische Schutzmaßnahmen: nutzbares Rückhaltevolumen, geeignete Dichtflächensysteme einschließlich Fugen und Anschlüssen, Werkstoffe, Nachweise, Entwässerung, Brand- und Hochwasserfolgen.
  4. Fachbetrieb, Wartung und Anlagenprüfung: Tätigkeitsumfang, passende Aufträge, Eigenkontrolle, Prüfpflichten und Mängelbeseitigung; Produktnachweise, CE-Abgrenzung, Anzeige und Eignungsfeststellung sowie Änderungen an Bestandsanlagen.
  5. Befüllen, Störungen und Notfallorganisation: Überwachung, Überfüllschutz, Alarmreaktion, Schadensbegrenzung und Meldewege; Löschwasserrückhaltung mit Entwässerungs- und Absperrwegen.
  6. Dokumentation, Unterweisung und Praxistransfer: Anlagenakte, Betriebsanweisung, Maßnahmenregister, Nachweismatrix, aktuelle Regelwerksstände, Abschlussbelege und Abschlusstest.


Fachliche Abgrenzung

Dieser Kurs vermittelt Auffrischung und betriebliche Praxis. Er ersetzt keinen Erstlehrgang zur betrieblich verantwortlichen Person, keine Fachbetriebszertifizierung, Sachverständigenanerkennung, Prüfberechtigung oder anlagenspezifische praktische Unterweisung. Eine individuelle Gleichwertigkeit als Fortbildungsnachweis nach § 63 AwSV ist mit der zuständigen Zertifizierungsstelle abzustimmen und wird nicht pauschal zugesagt.


Dozent

Donato Muro, Sicherheitsingenieur.NRW – Ingenieurbüro und Akademie. Fachlicher Paketstand: 08.10.2026, Revision R1; ergänzende Lektions- und Praxistexte geprüft am 10.10.2026.


Abschlussprüfung

Die geschützte Gesamtprüfung umfasst 48 Fallentscheidungen und die 20 Single-Choice-Abschlussfragen. Alle Fallentscheidungen und die vier sicherheitskritischen Fragen müssen richtig sein; zusätzlich sind mindestens zwölf der 16 allgemeinen Fragen richtig zu beantworten. Dies entspricht mindestens 16 von 20 richtigen Abschlussantworten einschließlich aller vier Sicherheitsfragen. Ablefy bewertet und speichert die Antworten automatisch; nicht bestandene Versuche können wiederholt werden. Die Fallbearbeitung und die vorgesehenen 20 Minuten Abschlusstest sind bereits in den 8 UE enthalten.


Urkunde / Qualifikationsnachweis

Nach bestandener Gesamtprüfung wird Ihr persönlicher Teilnahme- und Lernerfolgsnachweis automatisch erstellt und über Ablefy per Auslieferungs-E-Mail mit Zugang zum PDF bereitgestellt. Eine PDF-Abgabe per E-Mail und eine manuelle Nachweisfreigabe sind nicht erforderlich. Der Nachweis enthält Ihren Namen, den Kurstitel, das tatsächliche Abschlussdatum, 8 UE einschließlich der vorgesehenen Lern- und Arbeitsanteile, den bestätigten Lernerfolg, den Anbieter und eine eindeutige Nachweisnummer. Ein nicht bestandener Test löst keinen Nachweis aus. Eigene Arbeitsbuchtexte und Praxisvorlagen bleiben Ihre Unterlagen für den betrieblichen Transfer; automatisch bewertet werden die strukturierten Antworten in Ablefy.


Rahmendaten

Umfang: 8 UE à 45 Minuten, insgesamt 360 Minuten beziehungsweise 6 Stunden geplante Lernzeit. Jedes Modul umfasst insgesamt 60 Minuten; die sechs Videos dauern zusammen 1:50:02 Stunden. Die übrige Lernzeit besteht aus schriftlichen Fällen, Lektüre, Übungen, Reflexion und Abschlusstest. Individuelle Lernzeiten können abweichen; freiwillige externe Videos, Pausen und der zusätzliche 30-Tage-Transferplan sind nicht eingerechnet. Sprache: Deutsch. Zugangsdauer: zwölf Monate ab Zahlung.

Course plan

01 · Pflichten, Rollen und Schulungsfristen
02 · Stoffe, Anlagen und Gefährdungsstufen
03 · Rückhaltung und technische Schutzmaßnahmen
04 · Fachbetrieb, Wartung und Anlagenprüfung
05 · Befüllen, Störungen und Notfallorganisation
06 · Dokumentation, Unterweisung und Praxistransfer
Quiz
Abschluss · Gesamtprüfung und automatischer Nachweis
Quiz