Datenschutzbeauftragter – Fachkunde und betriebliche Praxis nach DSGVO und BDSG

Datenschutzbeauftragte müssen komplexe Datenschutzfragen rechtlich, technisch und organisatorisch sicher einordnen und in belastbare betriebliche Prozesse übersetzen. Dieser 24-UE-Fachkurs führt Sie anhand eines durchgehenden Unternehmensfalls von Datenfluss, Rechtsgrundlage und Rollenklärung bis zu technischen und organisatorischen Maßnahmen, Datenschutzverletzungen, Datenschutz-Folgenabschätzung und einem umsetzbaren 100-Tage-Plan. Sie erhalten ein Fachmanual, eine RheinWerk-Fallakte, 16 editierbare Praxisvorlagen, eine fundierte Abschlussprüfung und nach erfolgreichem Abschluss eine personalisierte Urkunde.


Warum dieser Kurs?

Datenschutzwissen entfaltet erst dann Nutzen, wenn daraus klare Zuständigkeiten, dokumentierte Entscheidungen und wirksame Kontrollen entstehen. Der Kurs verbindet deshalb die rechtlichen Anforderungen aus DSGVO und BDSG mit Datenschutzorganisation, Informationssicherheit, Dienstleistersteuerung und konkreten Arbeitshilfen. Der durchgehende RheinWerk-Fall macht sichtbar, wie einzelne Prüfungen zu einem belastbaren Datenschutzmanagement zusammenwirken.


Das können Sie nach Abschluss

  • Verarbeitungen, Zwecke, Datenflüsse, Rollen und Empfänger strukturiert erfassen und bewerten.
  • Rechtsgrundlagen, Einwilligungen und besondere Kategorien personenbezogener Daten fachlich prüfen.
  • Aufgaben, Stellung, Ressourcen und mögliche Interessenkonflikte eines Datenschutzbeauftragten einordnen.
  • Betroffenenrechte, Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten und Rechenschaftsnachweise organisatorisch aufbauen.
  • Auftragsverarbeitung, Unterauftragnehmer, Cloud-Nutzung und Drittlandtransfers risikoorientiert prüfen.
  • Technische und organisatorische Maßnahmen auswählen, dokumentieren und auf Wirksamkeit kontrollieren.
  • Datenschutzverletzungen innerhalb belastbarer Melde- und Entscheidungsprozesse bearbeiten.
  • DSFA-Screenings, Datenschutz-Folgenabschätzungen und Managementberichte nachvollziehbar vorbereiten.
  • Beschäftigtendaten, Videoüberwachung, Direktwerbung und KI-Anwendungen datenschutzrechtlich einordnen.
  • Einen priorisierten 100-Tage-Plan für die betriebliche Datenschutzpraxis entwickeln.


Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an angehende und bereits tätige interne oder externe Datenschutzbeauftragte, Datenschutzkoordinatorinnen und Datenschutzkoordinatoren, Compliance- und Informationssicherheitsverantwortliche, Fach- und Führungskräfte aus Personal, IT, Recht, Qualitätsmanagement und Organisation sowie an Beratende, die Datenschutzaufgaben systematisch und praxistauglich bearbeiten möchten.


Was ist im Kurspaket enthalten?

  • 10 aufeinander abgestimmte Lernmodule mit insgesamt 24 Unterrichtseinheiten beziehungsweise 1.080 Minuten geplanter Lernzeit
  • 70 Fachfolien mit ausführlichen Sprecher- und Vertiefungstexten
  • 43-seitiges Kursmanual als PDF und editierbare DOCX-Fassung
  • 13-seitiges Arbeitsbuch mit durchgehender RheinWerk-Fallakte
  • 50 qualitätsgeprüfte Prüfungsfragen aus allen zehn Modulen
  • Abschlussprüfung mit 40 zufällig ausgewählten Fragen, 60 Minuten Bearbeitungszeit und 80 Prozent Bestehensgrenze
  • Personalisierte Urkunde nach erfolgreichem Kursabschluss und bestandener Prüfung
  • 12 Monate persönlicher Kurszugang


Was ist zusätzlich zu den Lernmodulen enthalten?

Das editierbare Praxispaket unterstützt den unmittelbaren Transfer in den Betrieb. Enthalten sind unter anderem Projekt- und Datenflusschecks, Rollen- und Rechtsgrundlagenmatrix, Einwilligungs- und Informationspflichtencheck, Vorgangsakte für Betroffenenrechte, VVT-Steckbrief, Risiko- und Maßnahmenregister, DSB-Mandats- und Interessenkonfliktcheck, Dienstleisterbewertung, Drittlandtransfermatrix, TOM-Risikomatrix, 72-Stunden-Vorfallprotokoll, DSFA-Screening sowie Managementbericht und 100-Tage-Plan.


Was diesen Kurs besonders macht

Statt isolierter Rechtsbegriffe bearbeiten Sie einen zusammenhängenden Unternehmensfall und überführen jede fachliche Entscheidung in einen belastbaren Nachweis. Die Kombination aus Rechtsrahmen, Organisation, Technik, Risikosteuerung und editierbaren Vorlagen schafft einen direkten Praxisnutzen. Alle zehn Themenfelder sind in der Abschlussprüfung gleichmäßig vertreten.


Teilnahmevoraussetzungen

Erforderlich sind gute Deutschkenntnisse, ein internetfähiges Endgerät sowie die Bereitschaft, die Übungen und die RheinWerk-Fallakte eigenständig zu bearbeiten. Datenschutzrechtliche Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend. Für eine spätere Benennung sollten zusätzlich die konkrete Aufgabe, einschlägige Berufserfahrung, organisatorische Ressourcen und die Unabhängigkeit der vorgesehenen Person geprüft werden.


Rechtliche Grundlagen und Regelwerke

Der Kurs berücksichtigt insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung, das Bundesdatenschutzgesetz, einschlägige Orientierungshilfen und Kurzpapiere der Datenschutzkonferenz, Leitlinien des Europäischen Datenschutzausschusses sowie anwendungsbezogene Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Rechtsstand der Kursunterlagen ist der 2. September 2026.


Alle Kursinhalte

  1. Datenschutz als Managementaufgabe: Rechtsrahmen, Begriffe, Datenflüsse, Schutzziele und Rechenschaftspflicht
  2. Grundsätze und Rechtsgrundlagen: Zweckbindung, Erforderlichkeit, Interessenabwägung, Einwilligung und besondere Datenkategorien
  3. Verantwortung und Vertragsrollen: Verantwortlicher, Auftragsverarbeitung, gemeinsame Verantwortlichkeit und Vertragsprüfung
  4. Der Datenschutzbeauftragte in der Organisation: Aufgaben, Stellung, Ressourcen, Berichtslinie, Benennung und Interessenkonflikte
  5. Transparenz und Betroffenenrechte: Informationspflichten, Identitätsprüfung, Fristen, Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerspruch
  6. Rechenschaftspflicht und Datenschutzorganisation: VVT, Maßnahmenmanagement, Kontrollplan, Schulungsnachweise und Managementbericht
  7. Dienstleister, Cloud und Drittlandtransfers: Auftragsverarbeitung, Unterauftragnehmer, Garantien, Transferbewertung und Exit
  8. Sicherheit und Datenschutz durch Technikgestaltung: TOM, Privacy by Design und Default, Wirksamkeitskontrolle und privilegierte Zugriffe
  9. Datenschutzverletzungen und DSFA: Incident-Prozess, 72-Stunden-Frist, Risikobewertung, Dokumentation und Folgenabschätzung
  10. Beschäftigtendaten, Video, Werbung, KI und Abschlussfall: besondere Praxissituationen, Priorisierung, Go-live-Gates und 100-Tage-Plan


Fachliche Abgrenzung

Der Kurs vermittelt theoretisches und anwendungsbezogenes Fachwissen für Datenschutzaufgaben und dokumentiert den erfolgreichen Abschluss durch Prüfung und Urkunde. Er ist kein IHK-, TÜV- oder staatlicher Zertifikatslehrgang und bewirkt keine automatische Benennung zum Datenschutzbeauftragten. Ob eine Person für ein konkretes Mandat geeignet ist, muss die verantwortliche Organisation unter Berücksichtigung von Aufgabe, Fachwissen, praktischer Erfahrung, Ressourcen, Zuverlässigkeit, Unabhängigkeit und möglichen Interessenkonflikten beurteilen.


Dozent

Donato Muro, Sicherheitsingenieur und -jurist, verbindet rechtliche Anforderungen mit betrieblicher Organisation, Risikobeurteilung und praxistauglicher Dokumentation.


Abschlussprüfung

Die Prüfung zieht 40 Fragen zufällig aus einem qualitätsgeprüften Pool von 50 Fragen. Die Bearbeitungszeit beträgt 60 Minuten; bestanden ist die Prüfung ab 80 Prozent richtigen Antworten. Zwei reguläre Versuche sind vorgesehen. Vor einem weiteren Versuch erfolgt eine gezielte Wiederholung der nicht sicher beherrschten Themen.


Urkunde und Qualifikationsnachweis

Nach vollständiger Bearbeitung der Pflichtinhalte, bestandener Abschlussprüfung und Bestätigung der Eigenleistung wird eine personalisierte Urkunde mit dem Titel „Datenschutzbeauftragter – Fachkunde und betriebliche Praxis nach DSGVO und BDSG“ und dem ausgewiesenen Umfang von 24 UE beziehungsweise 1.080 Minuten erstellt.


Rahmendaten

  • Umfang: 24 UE beziehungsweise 1.080 Minuten geplante Lernzeit
  • Struktur: 10 Hauptmodule, Arbeitsbuch, Praxispaket und Abschlussprüfung
  • Zugang: 12 Monate ab Freischaltung
  • Sprache: Deutsch
  • Rechtsstand: 2. September 2026

Course plan

00 · Willkommen, Lernweg und Fachkenntnis-Hinweis
Start hier: Lernweg, Zugang, Prüfung und fachliche Abgrenzung
01 · Kursmanual und RheinWerk-Fallakte
Downloads: Kursmanual, Arbeitsbuch und RheinWerk-Fallakte
02 · M01 Datenschutz als Managementaufgabe – 90 Minuten
M01 Datenschutz als Managementaufgabe – 90 Minuten
03 · M02 Grundsätze und Rechtsgrundlagen – 105 Minuten
M02 Grundsätze und Rechtsgrundlagen – 105 Minuten
04 · M03 Verantwortung und Vertragsrollen – 90 Minuten
M03 Verantwortung und Vertragsrollen – 90 Minuten
05 · M04 Der Datenschutzbeauftragte in der Organisation – 120 Minuten
M04 Der Datenschutzbeauftragte in der Organisation – 120 Minuten
06 · M05 Transparenz und Betroffenenrechte – 105 Minuten
M05 Transparenz und Betroffenenrechte – 105 Minuten
07 · M06 Rechenschaftspflicht und Datenschutzorganisation – 105 Minuten
M06 Rechenschaftspflicht und Datenschutzorganisation – 105 Minuten
08 · M07 Dienstleister, Cloud und Drittlandtransfers – 105 Minuten
M07 Dienstleister, Cloud und Drittlandtransfers – 105 Minuten
09 · M08 Sicherheit und Datenschutz durch Technikgestaltung – 105 Minuten
M08 Sicherheit und Datenschutz durch Technikgestaltung – 105 Minuten
10 · M09 Datenschutzverletzungen und DSFA – 120 Minuten
M09 Datenschutzverletzungen und DSFA – 120 Minuten
11 · M10 Beschäftigtendaten, Video, Werbung, KI und Abschlussfall – 135 Minuten
M10 Beschäftigtendaten, Video, Werbung, KI und Abschlussfall – 135 Minuten
12 · Praxispaket – 16 editierbare Arbeitshilfen
Praxispaket: 16 editierbare Arbeitshilfen
13 · Abschlussprüfung
Abschlussprüfung – 40 aus 50 Fragen, 60 Minuten, 80 Prozent
Quiz
14 · Eigenleistung und Urkunde
Eigenleistung bestätigen und Urkunde abrufen
15 · Nächster Schritt
Jahresupdate, KI-Kompetenz und betriebliche Umsetzung