Produkte, Arbeitsplätze und Mensch-Maschine-Schnittstellen ergonomisch gestalten
Ergonomische Fehlgestaltung kann Fehlbelastungen, Bedienfehler, Leistungseinbußen und vermeidbare Gesundheitsrisiken verursachen. Sie lernen anthropometrische und biomechanische Grundlagen, Arbeitsumweltfaktoren, Bediengestaltung sowie Produkt-, Arbeitsplatz- und Prozessergonomie systematisch kennen. Übungen und Anwendungsbeispiele unterstützen Sie dabei, ergonomische Anforderungen frühzeitig in technische Entscheidungen einzubeziehen.
Warum dieser Kurs?
Ergonomische Anforderungen werden in Entwicklung und Beschaffung häufig erst spät oder nur anhand eines Durchschnittsnutzers betrachtet. Der Kurs verbindet Menschmaße, Körperkräfte und Arbeitsumwelt mit Bediengestaltung, Produktentwicklung, Prozessgestaltung und konkreten technischen Fallbeispielen.
Das können Sie nach Abschluss
- anthropometrische Daten und Perzentile für Gestaltungsaufgaben einordnen
- Körperkräfte und biomechanische Belastungsfaktoren beurteilen
- Lärm, Schwingungen, Beleuchtung, Klima und Gefahrstoffe berücksichtigen
- Stellteile, Anzeigen, Produkte und Arbeitsplätze nutzerorientiert gestalten
- ergonomische Anforderungen in Konstruktion und Prozesse integrieren
Für wen ist der Kurs geeignet?
Geeignet ist der Fachkurs für Konstrukteure, Ingenieure, Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie Personen aus Produktentwicklung, Arbeitsplanung, technischer Beschaffung und Arbeitsplatz-, Bedien- oder Prozessgestaltung.
Was ist im Kurspaket enthalten?
- Schnelleinstieg und 7 vertiefende Fachmodule
- Lerninhalte zu Anthropometrie, Biomechanik und Arbeitsumwelt
- Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie Produkt-, Arbeitsplatz- und Prozessgestaltung
- Übungen und Anwendungsbeispiele aus Konstruktion und Medizinprodukten
Was diesen Kurs besonders macht
Der Lernweg reicht von Körpermaßen und Kräften bis zur Prozess- und Medizinprodukteergonomie. Konkrete Gestaltungsmaße, Nutzergruppen und technische Anwendungsfälle erleichtern die Übertragung in Konstruktion und Arbeitsplanung.
Teilnahmevoraussetzungen
Besondere formale Zugangsvoraussetzungen sind nicht hinterlegt. Technisches Grundverständnis und ein beruflicher Bezug zu Konstruktion, Ingenieurwesen, Arbeitsgestaltung oder Arbeitsschutz erleichtern den Praxistransfer.
Rechtliche Grundlagen und Regelwerke
Berücksichtigt werden Arbeitsschutzgesetz und Arbeitsstättenverordnung sowie einschlägige ergonomische DIN-, EN- und ISO-Normen und spezielle Regelwerke zu Arbeitsumweltfaktoren. Maßgeblich bleiben die aktuellen Fassungen, die konkrete Gestaltungsaufgabe und die bestimmungsgemäße Verwendung.
Alle Kursinhalte
- Ergonomie-Grundlagen, Anthropometrie und Körpermaßverteilung
- Biomechanik, Muskelarbeit und zulässige Körperkräfte
- Arbeitsumweltfaktoren und Mensch-Maschine-Schnittstellen
- Produkt-, Arbeitsplatz- und Prozessgestaltung
- Anwendungsfälle zu Trolleys, Fräszentren und Medizinprodukten
Fachliche Abgrenzung
Der Kurs ersetzt keine projektspezifische Risikobeurteilung, Messung konkreter Belastungen, arbeitsmedizinische Beurteilung oder Konformitätsbewertung. Eine ECTS-Vergabe oder besondere hochschul- beziehungsweise kammerrechtliche Anerkennung wird nicht zugesagt.
Dozent
Fachliche Verantwortung: Sicherheitsingenieur.NRW.
Abschlussprüfung
Die Abschlusslektion enthält 5 Wissensfragen und kann wiederholt werden; im aktuellen Kursstand ist keine punktbasierte Bestehensgrenze eingerichtet.
Urkunde / Qualifikationsnachweis
Nach vollständigem Abschluss der Abschlusslektion wird automatisch ein personalisierter Kursnachweis mit Abschlussdatum und eindeutiger Zertifikats-ID bereitgestellt.
Rahmendaten
- Dauer: mindestens 832 ausgewiesene Minuten zuzüglich Klima-Einheit und Abschlusslektion
- Zugang: 12 Monate
- Format: digitaler Fachkurs mit Videos, Übungen und Anwendungsfällen
- Sprache: Deutsch