Löschwasserrückhaltung fachgerecht bewerten, bemessen und dokumentieren
Verunreinigtes Löschwasser kann bei Bränden erhebliche Gefährdungen für Gewässer, Boden, Kanalisation und Anlagen verursachen. Sie lernen, Stoffe und Anlagenbereiche zu erfassen, realistische Szenarien zu entwickeln, Mengen nachvollziehbar zu bestimmen und geeignete Rückhaltemaßnahmen abzuleiten. Fachunterlagen und Arbeitshilfen führen Sie von der Bestandsaufnahme bis zum strukturierten Rückhaltungskonzept.
Warum dieser Kurs?
Löschwasserrückhaltung ist keine isolierte Volumenberechnung. Stoffinventar, Brand- und Freisetzungsszenarien, Entwässerungswege, vorhandene Rückhalteräume sowie bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen müssen gemeinsam betrachtet und für Dritte nachvollziehbar dokumentiert werden.
Das können Sie nach Abschluss
- Anlagenbereiche und Stoffinventare erfassen sowie LAU- und HBV-Anlagen abgrenzen
- Brand-, Freisetzungs- und Abflussszenarien entwickeln
- Lösch-, Sprinkler-, Kühl-, Produkt- und Niederschlagsmengen berücksichtigen
- Rückhalteräume, Flächen und Entwässerungssysteme bewerten
- Maßnahmen und Varianten ableiten sowie Annahmen prüffähig dokumentieren
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an Betreiber von Produktions-, Lager-, LAU- und HBV-Anlagen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, HSE-, EHS- und Umweltschutzverantwortliche, Brandschutz-, Gewässerschutz- und Störfallbeauftragte sowie Planer, Sachverständige und Projektverantwortliche.
Was ist im Kurspaket enthalten?
- 20 systematisch aufgebaute Fachmodule
- Fachbuch mit 167 Seiten und nachvollziehbaren Berechnungsansätzen
- 10 Vorlagen und Checklisten für Datenaufnahme, Szenarien, Kapazität, Varianten und Konzeptstruktur
- 2 ausführliche Praxisfälle mit betrieblichem Abschlussprojekt
Was diesen Kurs besonders macht
Der vollständige Arbeitsprozess von Bestandsaufnahme und Systemabgrenzung über Risikoanalyse und Bemessung bis zu Maßnahmenplanung und Dokumentation wird in einer Linie dargestellt. Annahmen, Datenlücken und Entscheidungen bleiben damit transparent.
Teilnahmevoraussetzungen
Grundkenntnisse im Brand-, Umwelt- oder Anlagenschutz sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich; die Vorgehensweise wird schrittweise aufgebaut.
Rechtliche Grundlagen und Regelwerke
Behandelt werden Wasserhaushaltsgesetz, AwSV, die Anforderungen an LAU- und HBV-Anlagen, Löschwasserrückhalterichtlinie, VdS 2557, einschlägige VCI-Leitfäden sowie DWA-A 786 und DWA-A 787. Maßgeblich bleiben die aktuelle Fassung, der Standort und behördliche Vorgaben.
Alle Kursinhalte
- Rechtsgrundlagen, Verantwortlichkeiten, Begriffe und Systematik
- Datenaufnahme, Stoffdaten, Gewässergefährdung und Brandfolgeprodukte
- Risikoermittlung, Szenarien und Grundlagen der Volumenbemessung
- bauliche und technische Rückhaltung, Dichtflächen, Kanalisation und Abwasseranlagen
- Organisation, Feuerwehrschnittstelle, Analytik, Entsorgung, Nachsorge und Konzeptaufbau
Fachliche Abgrenzung
Der Kurs vermittelt eine strukturierte Methodik zur Bewertung, Bemessung und Dokumentation. Er ersetzt keine objektbezogene Planung, behördliche Abstimmung, brandschutztechnische Fachplanung oder erforderliche Prüfung durch zuständige Sachverständige.
Dozent
Dozent ist Donato Muro.
Abschlussprüfung
Die verpflichtende, automatisch ausgewertete Multiple-Choice-Prüfung umfasst 5 Fragen mit maximal 5 Punkten und ist ab 4 Punkten beziehungsweise 80 Prozent bestanden; nicht bestandene Versuche können wiederholt werden.
Urkunde / Qualifikationsnachweis
Ausschließlich nach bestandenem Quiz wird automatisch eine personalisierte Kursurkunde mit vollständigem Lehrgangstitel, Abschlussdatum und individueller Zertifikats-ID bereitgestellt.
Rahmendaten
- Dauer: etwa 12 Stunden
- Zugang: 12 Monate
- Format: digitaler Selbstlernkurs mit Fachbuch, Praxisfällen und Arbeitshilfen
- Sprache: Deutsch
- Technik: aktueller Browser und Internetverbindung