Onlinekurs: Fachkraft für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU Psyche)

Praxislehrgang zur rechtssicheren, strukturierten und prüffähigen Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung im Betrieb.

Psychische Belastung ist kein weiches Nebenthema, sondern ausdrücklich Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz. Viele Betriebe wissen zwar, dass sie psychische Belastungen berücksichtigen müssen, scheitern aber an der praktischen Umsetzung: Welche Bereiche werden betrachtet? Welche Methode ist geeignet? Wie werden Ergebnisse bewertet? Wann besteht Handlungsbedarf? Welche Maßnahmen sind wirklich wirksam? Und wie wird das Ganze prüffähig dokumentiert?
Dieser Onlinekurs gibt darauf eine klare, fachliche und praxistaugliche Antwort.

Kursbeschreibung
Der Onlinekurs „Fachkraft für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU Psyche)” vermittelt Schritt für Schritt, wie eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung im Betrieb vorbereitet, durchgeführt, ausgewertet, bewertet, dokumentiert und fortgeschrieben wird.

Im Mittelpunkt steht nicht die Bewertung einzelner Beschäftigter. Es geht nicht um Diagnosen, Therapie oder Persönlichkeitsbeurteilungen. Die GBU Psyche betrachtet Arbeitsbedingungen. Genau diese klare Abgrenzung ist für die Praxis entscheidend.

Die Teilnehmenden lernen, psychische Belastungsfaktoren aus Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, sozialen Beziehungen, Führung, Arbeitsmitteln, Arbeitsumgebung, Homeoffice, mobiler Arbeit und besonderen Interaktionssituationen systematisch zu erfassen und daraus geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Der Kurs ist konsequent auf betriebliche Umsetzung ausgerichtet. Er zeigt nicht nur, welche gesetzlichen und fachlichen Grundlagen relevant sind, sondern vor allem, wie daraus ein belastbarer Prozess entsteht: von der Projektorganisation über die Methodenauswahl bis zur fertigen Dokumentation.

Behandelt werden unter anderem:
  • rechtliche Grundlagen nach Arbeitsschutzgesetz
  • psychische Belastung nach arbeitswissenschaftlichem Verständnis
  • Abgrenzung von Belastung, Beanspruchung, Stress, Fehlbeanspruchung und Gefährdung
  • Bildung sinnvoller Betrachtungseinheiten
  • Auswahl geeigneter Ermittlungsmethoden
  • Bewertung von Ergebnissen mit Ampellogik und Risikomatrix
  • Ableitung konkreter Maßnahmen
  • Wirksamkeitskontrolle
  • Fortschreibung
  • prüffähige Dokumentation
  • Schnittstellen zu ASA, BGM, BEM, Betriebsarzt, Führung und HR

Der Kurs ist als flexibles Online-Selbststudium aufgebaut. Die Inhalte bestehen aus strukturierten Videolektionen, begleitenden Lerntexten, Praxisfällen, Checklisten, Vorlagen, Bewertungsmatrizen, Maßnahmenplänen und einer abschließenden Lernerfolgskontrolle.

Begleitende Buchempfehlung
Begleitend zum Kurs empfehlen wir folgendes Fachbuch der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, BAuA:
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, BAuA, Hrsg.
Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit vermeiden
Gestaltungsanforderungen und -optionen
Fachbuch für Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung
Erich Schmidt Verlag, ESV
ISBN 978-3-503-23999-3

Das Buch ist keine Pflichtlektüre für die Teilnahme am Kurs. Es eignet sich aber sehr gut als fachliche Vertiefung und als begleitendes Nachschlagewerk, wenn Teilnehmende die arbeitswissenschaftlichen Hintergründe und Gestaltungsanforderungen intensiver nachvollziehen möchten.

Kursinhalte – Übersicht der Module
Modul 1: Einführung in die GBU Psyche
Warum die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung Teil des Arbeitsschutzes ist. Abgrenzung zur Diagnostik einzelner Personen. Fokus auf Arbeitsbedingungen statt Persönlichkeitsbewertung. Nutzen für Unternehmen: Rechtssicherheit, bessere Arbeitsgestaltung und nachvollziehbare Dokumentation.

Modul 2: Begriffe und Grundverständnis
Psychische Belastung nach DIN EN ISO 10075-1, psychische Beanspruchung, Stress, Fehlbeanspruchung, Stressoren, Ressourcen, Regulationserfordernisse, Regulationsbehinderungen, psychosoziale Risiken und Gefährdung im Sinne des Arbeitsschutzes.

Modul 3: Rechtliche Grundlagen und Pflichten
Arbeitsschutzgesetz § 4, § 5 und § 6, psychische Belastung nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG, Dokumentationspflicht, GDA-Empfehlungen, DGUV Vorschrift 1, DGUV Regel 100-001 sowie Schnittstellen zu ArbStättV, BetrSichV, BioStoffV, GefStoffV und ArbZG.

Modul 4: Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung
Der vollständige Prozess: Vorbereitung, Tätigkeiten und Bereiche festlegen, Belastungen ermitteln, Belastungen beurteilen, Maßnahmen entwickeln und umsetzen, Wirksamkeit prüfen, fortschreiben und dokumentieren.

Modul 5: Vorbereitung und Projektorganisation
Projektauftrag, Steuerkreis, Rollenklärung, Beteiligung von Geschäftsführung, Führungskräften, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt, HR, BGM, BEM, Betriebsrat oder Personalrat und Beschäftigten. Datenschutz, Anonymität, Kommunikation, Kennzahlen und Projektplan.

Modul 6: Tätigkeiten und Bereiche festlegen
Warum nicht jede Person einzeln beurteilt wird. Bildung sinnvoller Betrachtungseinheiten nach gleichartigen Arbeitsbedingungen. Tätigkeitsgruppen, Arbeitsplatzgruppen, Berufsgruppen und Organisationsbereiche. Beispiele aus Büro, Produktion, Pflege, Außendienst und Führung.

Modul 7: Gestaltungsbereiche psychischer Belastung
Überblick über Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, soziale Beziehungen, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung und neue Arbeitsformen. Verbindung zur GDA- und BAuA-Systematik.

Modul 8: Schlüsselfaktor Arbeitsintensität
Arbeitsmenge, Aufgabenkomplexität und verfügbare Zeit. Zeit- und Leistungsdruck, Multitasking, Informationsflut, Personalmangel, Engpässe, Überstunden, Pausenausfall, Fehler und Sicherheitsabkürzungen.

Modul 9: Handlungsspielraum und Einflussmöglichkeiten
Einfluss auf Reihenfolge, Tempo, Arbeitsmittel, Arbeitsmenge, Arbeitsziele und Taktbindung. Handlungsspielraum als Ressource und als möglicher Gefährdungsfaktor bei fehlender Klarheit, Verantwortung oder Befugnis.

Modul 10: Arbeitsaufgabe und Vollständigkeit der Tätigkeit
Vollständige Tätigkeit mit Organisieren, Vorbereiten, Ausführen und Prüfen. Monotonie, Abwechslungsarmut, Unterforderung, Qualifikationspassung, Informationsqualität und traumatische Ereignisse als Teil bestimmter Tätigkeiten.

Modul 11: Informationen, Kommunikation und Unterbrechungen
Handlungsrelevante Informationen, fehlende Informationen, schlechte Informationsqualität, Informationsüberflutung, Unterbrechungen durch Telefon, E-Mail, Teams, Kunden und Kollegen. Auswirkungen auf Fehler, Arbeitssicherheit und psychische Beanspruchung.

Modul 12: Arbeitsorganisation, Rollen und Verantwortlichkeiten
Arbeitsabläufe, Arbeitsverteilung, Schnittstellen, Rollenunklarheit, widersprüchliche Anforderungen, unklare Befugnisse, fehlende Zuständigkeiten, fachlicher Austausch und organisatorische Maßnahmen.

Modul 13: Arbeitszeit, Pausen, Ruhezeiten und Schichtarbeit
Arbeitszeit als psychischer Belastungsfaktor. Dauer, Lage, Verteilung, Dynamik und Flexibilität der Arbeitszeit. Nacht- und Schichtarbeit, Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Pausen, Ruhezeiten, ständige Erreichbarkeit und Planbarkeit.

Modul 14: Soziale Beziehungen, Teamklima und Unterstützung
Soziale Beziehungen als Arbeitsschutzfaktor. Soziale Unterstützung, fachlicher Austausch, Zusammenarbeit, Teamklima, Konflikte, Streitigkeiten, Aggression und Maßnahmen zur Verbesserung.

Modul 15: Führung, Anerkennung und destruktives Verhalten
Führung als zentraler Gestaltungsfaktor. Aufgabenorientierte und mitarbeiterorientierte Führung, Rückmeldung, Anerkennung, destruktive Führung, Herabwürdigung, Bloßstellen, Beschimpfen, Führungskräfte als Gestaltungsakteure und eigene Belastungsgruppe.

Modul 16: Konflikte, Mobbing, Diskriminierung und Gewalt im Betrieb
Konflikte versus Mobbing, soziale Ausgrenzung, Diskriminierung, Belästigung, verbale Aggression, Gewalt, Frühwarnzeichen, betriebliche Verfahren, Meldewege, Schutzmaßnahmen und Dokumentation.

Modul 17: Emotionsarbeit und Interaktionsarbeit
Emotionsarbeit, emotionale Dissonanz, Oberflächenhandeln, Tiefenhandeln, Kundenkontakt, Patienten- und Klientenkontakt, Beschwerden, Druck, Aggression, Rückzugsmöglichkeiten, Pausen, Supervision und Nachbesprechung.

Modul 18: Traumatische Ereignisse und psychologische Erstbetreuung
Traumatische Ereignisse bei der Arbeit, schwere Unfälle, Gewalt, Übergriffe, Bedrohungen, Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko, Prävention, Notfallmanagement, psychologische Erstbetreuung, Nachsorge, Unfallversicherungsträger und Dokumentation.

Modul 19: Arbeitsmittel, Software, KI und Mensch-Maschine-Interaktion
Arbeitsmittel im Sinne der BetrSichV, Werkzeuge, Maschinen, Anlagen, Bildschirmgeräte, Software, Bedienbarkeit, Signale, Anzeigen, Fehlermeldungen, Mensch-Maschine-Interaktion, KI, Datenbrillen, Exoskelette und PSA als zusätzliche Belastung.

Modul 20: Arbeitsumgebung
Lärm, störende Geräusche, Beleuchtung, Blendung, Raumklima, Luftqualität, Gerüche, räumliche Enge, ergonomische Gestaltung, Einflussmöglichkeiten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsumgebung.

Modul 21: Ortsflexible Arbeit, Homeoffice und mobile Arbeit
Homeoffice, mobile Arbeit und Telearbeit. Arbeitsorganisation bei ortsflexibler Arbeit, Arbeitsorte, digitale Arbeitsmittel, Erreichbarkeit, Entgrenzung, soziale Isolation, Führung auf Distanz und Dokumentation.

Modul 22: Psychisch auffällige Beschäftigte, frühe Intervention und Rückkehr zur Arbeit
Abgrenzung zwischen GBU Psyche und Einzelfall. Frühe Hinweise im Arbeitsverhalten, Gesprächsführung ohne Diagnose, arbeitsmedizinische Vorsorge, BEM, Return to Work, Wiedereingliederung und vernetzte Präventionsarbeit.

Modul 23: Ermittlungsmethoden
Mitarbeiterbefragung, Prüfliste, Beobachtung, Beobachtungsinterview, moderierter Workshop, Ideen-Treffen, Kennzahlenanalyse, Kombination von Methoden, Vor- und Nachteile und methodische Entscheidung.

Modul 24: Belastungen beurteilen und Risiken bewerten
Warum Ermittlung nicht reicht. Beurteilungsmaßstäbe, Ampelsystem, Risikomatrix, qualitative Bewertung, quantitative Bewertung, betriebliche Daten, Priorisierung und Entscheidung über Handlungsbedarf.

Modul 25: Maßnahmen ableiten und umsetzen
Verhältnisprävention vor Verhaltensprävention, Maßnahmen an der Quelle, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, Führung, Arbeitsumgebung, Arbeitsmittel, Kommunikation, Verantwortliche, Fristen, Ressourcen und Maßnahmenplan.

Modul 26: Wirksamkeitskontrolle, Fortschreibung und Dokumentation
Warum Wirksamkeitskontrolle Pflicht ist. Was geprüft wird, Methoden der Wirksamkeitsprüfung, Follow-up-Befragung, Workshop, Begehung, Kennzahlen, Dokumentation nach ArbSchG, Fortschreibung bei Veränderungen und Integration in ASA, BGM und BEM.

Modul 27: Praxisfall vollständige GBU Psyche
Durchgehender Praxisfall anhand eines Dienstleistungsunternehmens mit Büro, Kundenkontakt, Homeoffice und Führungskräften. Bereiche festlegen, Methode auswählen, Fragebogen auswerten, Belastungen beurteilen, Maßnahmen ableiten, Wirksamkeitskontrolle planen und Dokumentation erstellen.

Modul 28: Abschlussprüfung und Zertifikat
Abschlussprüfung mit 20 Multiple-Choice-Fragen, je Frage drei Antwortmöglichkeiten und nur eine richtige Antwort. Bestehensgrenze 80 Prozent. Wiederholung jederzeit möglich. Nach Bestehen wird das Zertifikat online als Download bereitgestellt.

Dein Mehrwert
Nach Abschluss des Kurses kannst du eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung nicht nur erklären, sondern praktisch aufbauen.
Du kannst eine GBU Psyche systematisch vorbereiten, einen Steuerkreis einrichten, Rollen klären, Datenschutz und Kommunikation berücksichtigen und einen realistischen Projektplan erstellen.
Du kannst Tätigkeiten und Bereiche fachlich sauber abgrenzen und begründen, damit nicht unterschiedliche Belastungsprofile in einer falschen Gesamtgruppe verschwinden.
Du lernst, geeignete Ermittlungsmethoden auszuwählen und sinnvoll zu kombinieren. Dazu gehören Befragung, Prüfliste, Beobachtung, Beobachtungsinterview, Workshop, Ideen-Treffen und Kennzahlenanalyse.
Du kannst psychische Belastungsfaktoren systematisch beurteilen: Arbeitsintensität, Unterbrechungen, Handlungsspielraum, Arbeitsaufgabe, Arbeitszeit, soziale Beziehungen, Führung, Konflikte, Emotionsarbeit, traumatische Ereignisse, Arbeitsmittel, Software, Arbeitsumgebung, Homeoffice und mobile Arbeit.
Du kannst aus Erhebungsergebnissen einen nachvollziehbaren Handlungsbedarf ableiten und mit Ampelsystem, Risikomatrix, qualitativer Bewertung und betrieblichen Daten arbeiten.
Du lernst, Maßnahmen nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Ursache, Gestaltungsbereich und Priorität abzuleiten.
Du kannst Maßnahmenpläne mit Verantwortlichen, Fristen, Ressourcen und Wirksamkeitskriterien erstellen.
Du kannst Wirksamkeitskontrollen planen, Fortschreibungen auslösen und eine prüffähige Dokumentation erstellen.
Das wichtigste Ergebnis: Du kannst eine GBU Psyche im Betrieb so aufbauen, dass sie fachlich nachvollziehbar, praktisch umsetzbar und für interne oder externe Prüfungen belastbar ist.

Flexible Online-Weiterbildung
Der Kurs ist vollständig online verfügbar und kann zeitlich flexibel bearbeitet werden.
Die Teilnehmenden lernen im eigenen Tempo und können einzelne Lektionen gezielt wiederholen.
Die Inhalte bestehen aus strukturierten Lernvideos, begleitenden Lehrtexten, Praxisbeispielen, Checklisten, Vorlagen, Bewertungsmatrizen und Maßnahmenplänen.
Der Kurs eignet sich für Einzelpersonen ebenso wie für interne Qualifizierungsprogramme im Unternehmen.

Enthalten sind:
  • strukturierte Videolektionen
  • begleitende Lerntexte
  • Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen
  • Checklisten und Vorlagen
  • Methodenhilfen
  • Bewertungs- und Risikomatrizen
  • Maßnahmenpläne
  • Dokumentationsvorlagen
  • Praxisfall mit Musterlösung
  • abschließende Lernerfolgskontrolle
  • Zertifikat nach bestandener Prüfung

Abschluss
Nach erfolgreichem Kursabschluss und bestandener Lernerfolgskontrolle wird ein Zertifikat online im System bereitgestellt.
Zertifikat: Fachkraft für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU Psyche)

Die Abschlussprüfung besteht aus 20 Multiple-Choice-Fragen. Je Frage gibt es drei Antwortmöglichkeiten. Nur eine Antwort ist richtig. Die Bestehensgrenze liegt bei 80 Prozent. Eine Wiederholung ist jederzeit möglich.
Das Zertifikat dokumentiert die erfolgreiche Teilnahme an einer betrieblichen Fachfortbildung mit Kompetenznachweis.
Es bestätigt die Qualifizierung zur systematischen Planung, Durchführung, Bewertung, Maßnahmenableitung, Wirksamkeitskontrolle und Dokumentation der GBU Psyche.

Wichtig: Das Zertifikat ist keine heilkundliche Qualifikation und berechtigt nicht zur psychologischen Diagnostik einzelner Personen. Der Kurs vermittelt eine arbeitsschutzbezogene Beurteilungs- und Gestaltungskompetenz.

Kursumfang
Der Kurs umfasst 28 fachlich strukturierte Module.
Dazu gehören:
  • Videolektionen zu allen wesentlichen Themen der GBU Psyche
  • begleitende Lerntexte
  • Praxisfälle
  • Checklisten
  • Vorlagen
  • Bewertungsmatrizen
  • Maßnahmenpläne
  • Dokumentationshilfen
  • Muster-Auswertungen
  • Muster-Management-Summary
  • Praxisfall mit Musterlösung
  • Abschlussprüfung mit 20 Multiple-Choice-Fragen
  • Zertifikat nach bestandener Prüfung
Der Kurs ist so aufgebaut, dass Teilnehmende Schritt für Schritt vom Grundverständnis zur vollständigen GBU-Psyche-Dokumentation geführt werden.

Zielgruppe
Dieser Kurs richtet sich insbesondere an:
Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Sicherheitsingenieure
HSE-Manager
Betriebsärzte
Arbeitsmediziner
Sicherheitsbeauftragte
Führungskräfte
Geschäftsführungen
Betriebsleitungen
HR-Verantwortliche
BGM-Verantwortliche
BEM-Beauftragte
Betriebsräte
Personalräte
ASA-Mitglieder
Arbeitsschutzkoordinatoren
Qualitätsmanagement
Compliance-Verantwortliche
Organisationsentwickler
Berater im Arbeitsschutz
Schulungsanbieter im Arbeitsschutz
Verantwortliche für Homeoffice und mobile Arbeit
Personen, die im Betrieb an der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung beteiligt sind

Der Kurs ist besonders geeignet für Personen mit Arbeitsschutz-, HSE-, HR-, BGM-, BEM-, arbeitsmedizinischer, technischer, organisatorischer oder führungsbezogener Vorbildung.

Psychologische Spezialkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Der Kurs vermittelt keine klinische Diagnostik, sondern eine arbeitsschutzbezogene Beurteilungs- und Gestaltungskompetenz.

Besonderer Vorteil des Kurses
Der besondere Vorteil dieses Kurses liegt in der Verbindung von Fachwissen, Arbeitsschutzrecht und praktischer Umsetzung.
Die Teilnehmenden müssen sich nicht selbst aus Gesetzestexten, GDA-Empfehlungen, DGUV-Informationen, BAuA-Fachliteratur, Fragebögen, Checklisten und einzelnen Vorlagen ein eigenes System zusammenbauen.

Der Kurs führt die relevanten Inhalte in einer klaren Schritt-für-Schritt-Struktur zusammen:
rechtliche Einordnung
fachliche Begriffe
Prozesslogik
Projektorganisation
Bereichsabgrenzung
Gestaltungsbereiche
Ermittlungsmethoden
Bewertung
Maßnahmenplanung
Wirksamkeitskontrolle
Fortschreibung
Dokumentation
Praxisfall
Abschlussprüfung
Damit entsteht ein vollständiges System für die betriebliche Praxis.
Der Kurs ist nicht auf eine reine Befragung reduziert. Er zeigt, wie aus einer Erhebung eine echte Gefährdungsbeurteilung wird: mit Bewertung, Maßnahmen, Verantwortlichen, Fristen, Wirksamkeitskontrolle und Dokumentation.
Genau das unterscheidet eine prüffähige GBU Psyche von einer allgemeinen Mitarbeiterbefragung.

Fazit
Dieser Kurs bringt Teilnehmende weg von unscharfen Stressbegriffen, reinen Befragungen ohne Folgen und unvollständigen Dokumentationen.
Stattdessen lernen sie eine klare, fachlich belastbare und praxisnahe Vorgehensweise für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.

Nach dem Kurs wissen die Teilnehmenden, wie sie psychische Belastungsfaktoren erkennen, Arbeitsbedingungen beurteilen, geeignete Methoden auswählen, Handlungsbedarf ableiten, Maßnahmen festlegen, Wirksamkeit prüfen und alles nachvollziehbar dokumentieren.
Die GBU Psyche wird dadurch nicht als abstraktes Pflichtdokument verstanden, sondern als praktisches Instrument zur besseren Arbeitsgestaltung.

Das Ergebnis ist ein Kurs, der Orientierung gibt, Umsetzung ermöglicht und Betriebe dabei unterstützt, psychische Belastung rechtssicher, strukturiert und prüffähig in die Gefährdungsbeurteilung zu integrieren.

Course plan

Modul 01 Einführung GBU Psyche
Modul 02 Begriffe und Grundverständnis GBU Psyche
Modul 03 Rechtliche Grundlagen und Pflichten GBU Psyche
Modul 04 Prozess GBU Psyche
Modul 05 Vorbereitung Projektorganisation GBU Psyche
Modul 06 Tätigkeiten und Bereiche festlegen GBU Psyche
Modul 07 Gestaltungsbereiche psychischer Belastung GBU Psyche
Modul 08 Schlüsselfaktor Arbeitsintensität GBU Psyche
Modul 09 Handlungsspielraum Einflussmöglichkeiten GBU Psyche
Modul 10 Arbeitsaufgabe Vollständigkeit Tätigkeit GBU Psyche
Modul 11 Informationen Kommunikation Unterbrechungen GBU Psyche
Modul 12 Arbeitsorganisation Rollen Verantwortlichkeiten GBU Psyche
Modul 13 Arbeitszeit Pausen Ruhezeiten Schichtarbeit GBU Psyche