Gefährdungen durch Insekten, Zecken und Kleintiere wirksam beurteilen
Stiche, Bisse, Brennhaare und Schädlingsbefall können je nach Tätigkeit sehr unterschiedliche Gesundheitsrisiken auslösen. Sie lernen, Expositionen nachvollziehbar zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen für Innen- und Außenbereiche abzuleiten. Damit schaffen Sie eine belastbare Grundlage für Gefährdungsbeurteilung, Notfallorganisation und betriebliche Prävention.
Warum dieser Kurs?
Grünpflege, Bauhof, Betreuung, Lager und Sanierung unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Kontaktwegen und möglicher Folgen. Der Kurs ersetzt pauschale Reaktionen durch eine tätigkeitsbezogene Betrachtung, die auch Biozide, Schädlingsbekämpfung und Fremdfirmen einbezieht.
Das können Sie nach Abschluss
- biologische, allergische, toxische und physische Gefährdungen unterscheiden,
- Expositionssituationen anhand einer nachvollziehbaren Risikomatrix beurteilen,
- Zecken, Anaphylaxie und Brennhaarereignisse richtig einordnen,
- wirksame Präventions- und Sofortmaßnahmen festlegen und
- Ereignisse, Befall und erforderliche Folgeschritte prüffähig dokumentieren.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an Fachkräfte für Arbeitssicherheit, HSE-Verantwortliche und Führungskräfte, an Verantwortliche in Grünpflege, Bauhof, Betreuung, Lager, Lebensmittelbereich, Gebäudemanagement oder Sanierung sowie an Personen, die Notfallvorsorge, Schädlingsbekämpfung oder Fremdfirmeneinsätze koordinieren.
Was ist im Kurspaket enthalten?
- 13 Kernmodule mit ergänzenden Kurzfilmen und Branchenfällen,
- Kurzhandout und Entscheidungskarte für das weitere Vorgehen,
- Meldeformular sowie Sperr- und Freigabeprotokoll und
- Hilfen für Unterweisung und Abschlussdokumentation.
Was diesen Kurs besonders macht
Medizinische Sofortthemen werden mit Arbeitsschutzmethodik und der praktischen Organisation unterschiedlicher Arbeitsbereiche verbunden, sodass Maßnahmen nicht losgelöst vom tatsächlichen Einsatz geplant werden.
Teilnahmevoraussetzungen
Formale Voraussetzungen bestehen nicht. Für die betriebliche Übertragung werden Kenntnisse der konkreten Tätigkeiten, Aufenthaltsbereiche und besonders betroffenen Personengruppen benötigt.
Rechtliche Grundlagen und Regelwerke
Behandelt werden das Arbeitsschutzgesetz, die Biostoffverordnung, die Gefahrstoffverordnung an der Schnittstelle zu Bioziden sowie die DGUV Information 214-078 und einschlägige DGUV-Arbeitshilfen. Maßgeblich sind jeweils die aktuelle Fassung und die betriebliche Gefährdungsbeurteilung.
Alle Kursinhalte
- Rechtsrahmen und methodische Risikobewertung,
- Stiche, Bisse, allergische Reaktionen und vektorübertragene Risiken,
- Eichenprozessionsspinner und weitere Brennhaargefahren,
- Außentätigkeiten, Betreuung und Veranstaltungsbereiche,
- Innenräume, Hygiene, Lager und Sanierung sowie
- Notfallabläufe, Schädlingsmanagement und GBU-Werkstatt.
Fachliche Abgrenzung
Die Inhalte unterstützen die methodische Gefährdungsbeurteilung, ersetzen jedoch weder medizinische Diagnose oder Behandlung noch eine erforderliche Sachkunde für Biozidanwendungen oder individuelle betriebsärztliche Beratung.
Dozent
Fachliche Verantwortung: Sicherheitsingenieur.NRW.
Abschlussprüfung
Die für den Kursabschluss erforderliche automatische Lernerfolgskontrolle enthält zehn Fragen. Bestanden ist sie ab acht von zehn Punkten beziehungsweise 80 Prozent; eine Wiederholung ist möglich.
Urkunde / Qualifikationsnachweis
Nach bestandenem Quiz wird automatisch eine personalisierte Urkunde mit Abschlussdatum und Zertifikats-ID bereitgestellt.
Rahmendaten
- Dauer: rund vier Stunden und 41 Minuten Hauptvideolaufzeit zuzüglich Zusatzfilmen, Downloads und Transfer
- Zugang: zwölf Monate
- Format und Sprache: deutschsprachiger digitaler Selbstlernkurs
- Technik: aktueller Browser und stabile Internetverbindung